DESIGN PREIS SCHWEIZ – Edition 2019/20

Ageing Society: Das Thema im Fokus
von Designerinnen und Designer

Mit dem «Design Leadership Prize: Focus Ageing Society» macht sich der Design Preis Schweiz zusammen mit der Age-Stiftung seit 2016 für das drängende Thema der alternden Gesellschaft stark. In diesem Jahr liegt der Fokus auf «Home and Living in an Ageing Society». Dabei werden Bau- oder Raumplanungsprojekte und Dienstleistungen gewürdigt, die auf besonders intelligente und inklusive Art Probleme lösen, die das Wohnen und Leben im Alter mit sich bringen. Die diesjährigen Nominationen, der Neubau «Generationenhaus Neubad» in Basel, das «Vicino Luzern» und das «Zentrum Chileweg» in Rain zeigen: Barrierefreies Bauen und Gestalten ist heute ein Standard. Was die drei nominierten Projekte heute schon auszeichnet, ist, dass bei Ihnen auch grossen Wert auf die Ästhetik und gesellschaftliche Relevanz gelegt wurde. 

Vor dem Hintergrund des altersbedingten demografischen Wandels entwickeln sich neuartige und individuelle Lebensformen, die spezielle Bedürfnisse an das Wohnen und Leben im Alter formulieren. Zwar ist barrierefreies Bauen heute Standard, oft aber leidet – gerade bei Bauprojekten – die Ästhetik und die soziale Kohäsion. Nicht so bei den drei Nominationen. Sie überzeugen allesamt durch eine durchdachte Gestaltung. Ebenso zeichnen sie sich durch eine Umsetzung aus, die dafür sorgt, dass Bewohnerinnen und Bewohner räumlicher Nähe in der Gesellschaft integriert bleiben.

Das «Zentrum Chileweg» etwa liegt an zentraler Lage neben der Dorfkirche in Rain. Mit dem Neubau wurde ebenso ein öffentlicher Platz geschaffen, der bislang im Dorf gefehlt hatte. Das Wohn- und Begegnungszentrum, welches nach Plänen von Cometti Truffler Architekten gebaut wurde, besteht aus drei anspruchsvoll gestalteten Neubauten mit insgesamt 17 barrierefreien und rollstuhlgängigen Mietwohnungen.

Bei der Erweiterung des Generationenhauses «Neubad» in Basel geht der Trägerverein noch einen Schritt weiter. Im Neubauteil wird er eine Pflegeeinrichtung und eine Kindertagesstätte betreiben, die als integraler Teil des Projektes begriffen werden. Die hochwertige Architektur des Gebäudes unterstützt dabei gestalterisch und konzeptionell die gewollte Begegnung und Interaktion zwischen den Generationen durch gemeinsam genutzte Raumangebote.

Eine Antwort auf den Befund, dass Einsamkeit im Alter schädlich ist und gar eine Todesursachen sein kann, liefert die Organisation «Vicino Luzern». Denn ein funktionierendes soziales Umfeld und ein aktives Leben sind der Schlüssel für ein gesundes Altern im gewohnten Umfeld. Durch die Zusammenarbeit mit Organisationen (Caritas, Spitex, Stiftungen, Kirchen, Immobilienorganisationen, etc.) wurde ein Beratungs- und Begegnungsangebot aufgestellt, welches speziell auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung zugeschnitten ist.

Nominiert wurden die drei Projekte von ausgwiesenen Fachexpertinnen und -experten: Marie Glaser, Leiterin des ETH Wohnforums; Bob Gysin, Gründer von Bob Gysin Partner BGP Architekten in Zürich und Prof. Dr. François Höpflinger, Soziologe und Mitglied der Leitungsgruppe des Zentrums für Gerontologie an der Universität Zürich.

www.designpreis.ch

 

Society Vicino Luzern by

Spitex Stadt Luzern
Verein Haushilfe Luzern
Pro Senectute Kanton Luzern
90 Jahre abl Allgemeine Baugenossenschaft Luzern
Caritas Schweiz Luzern
Hochschule Luzern
Reformierte Kirche Stadt Luzern Offene Kirche Lukas
Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Luzern
Stiftung Besuchsdienst Innerschweiz
Viva Luzern AG
Genossenschaft Zeitgut
Stadt Luzern

Comments of the nominators: The demographic change, with a trend towards an increasingly elderly population, means municipal policy towards the elderly is facing new challenges. Vicino Luzern is an impressive reaction to this challenge in every respect. It should be regarded as a pioneer and model project of the “caring community” and is at the same time an example of the potential of social design and design thinking.

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